Raumqualitäten beeinflussen das Spiel- und Sozialverhalten

Wissenschaftler haben außerdem herausgefunden, dass Kinder, die in üblichen Spielplatzstrukturen ohne natürliche Elemente spielen, ihre soziale Hierarchie über körperliche Stärke definierten. Nachdem eine offene Wiese mit Büschen bepflanzt worden war, nahm das Spiel in den von den Forschern so genannten „vegetativen Räumen“ eine vollkommen andere Qualität an.

Die Kinder spielten mehr Fantasiespiele, und ihre soziale Stellung hing nicht mehr so sehr von körperlicher Stärke, sondern von sprachlichen Fähigkeiten, Kreativität und Erfindungsreichtum ab.

Mit andren Worten übernahmen in natürlichen Spielräumen die kreativeren Kinder die Führungsrollen.

Louv, Richard (2011). Das letzte Kind im Wald?. Geben wir unseren Kindern die Natur zurück! 
Weinheim, Basel: Beltz. (orig. Last Child in the Woods. Saving our Children from Nature Deficit Disorder, 2005, 2008. Aus dem Amerikanischen von Andreas Nohl) (S. 116)
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