Lesezeichen

Eigene Lesefunde und Hinweise von Freunden und Bekannten haben mich darauf gebracht, Ihnen hier eine kleine Textsammlung zu präsentieren. Es handelt sich um kurze Passagen aus dem einen oder anderen Buch oder einem Artikel in einer Zeitung oder Zeitschrift, die alle eines miteinander gemeinsam haben: den Versuch zu beschreiben, wie jemand als Kind Natur und Umwelt wahrgenommen hat, was damals wichtig war, Freude oder Angst machte, und welche Tätigkeiten und Erfahrungen eine besondere, vielleicht prägende Rolle spielten. Nicht zuletzt geht es in manchen Texten auch darum, wie die eigenen Eltern oder andere Erwachsene den damaligen kindlichen Aktivitäten begegnet sind.

Neben Auszügen aus Romanen und Erzählungen, die stärker von erfundenen beziehungsweise nachempfundenen Geschehnissen getragen werden, stehen vor allem autobiografische Texte. Hier erinnern sich die Autorinnen und Autoren an eigene Kindheitserlebnisse. Diese wurden nicht selten erst etliche Jahrzehnte nach dem eigentlichen Geschehen niedergeschrieben. Vielfach geht es dabei zwar um Aufenthalte im Garten, in Wäldern oder an Gewässern, aber manchmal stehen auch andere Aspekte der Umweltwahrnehmung im Vordergrund: Dunkelheit und geschlossene Räume, Stille oder bestimmte Geräuschwahrnehmungen, besondere Gerüche, Speisen und Getränke.

Während insbesondere die Erinnerung an frühe, eigene Erlebnisse naturgemäß sehr subjektiv bleibt und gelegentlich sogar ein wenig nostalgisch verklärt erscheint, versuchen andere Aufzeichnungen, kindlichen Natur- und Umwelterfahrungen analysierend nachzugehen. Beides erscheint mir interessant, ebenso die Tatsache, dass die Beschreibungen stets auch auf eine bestimmte Zeit, Kultur und „Lebensphilosophie“ der Protagonisten verweisen.
Vielleicht macht Ihnen der eine oder andere Text Lust, ihn in ganzer Länge zu lesen. Falls nicht mehr im Buchhandel erhältlich, sollten alle genannten Bücher auch in Bibliotheken und modernen Antiquariaten zu finden sein.

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