Grüne Blattwespe

Rhogogaster viridis

preview hoet 00051 rhogogaster viridis gruene blattwespe fem mit beuteBlattwespen gehören zur riesigen Gruppe der Pflanzenwespen. Derzeit werden hier rund 9.000 Arten unterschieden. Während sich die meisten dieser Insekten ausschließlich oder überwiegend von verschiedenen Pflanzen ernähren, jagt die Grüne Blattwespe kleinere Insekten, darunter auch die Larven zahlreicher Käferarten. Zur Gattung Rhogogaster werden hierzulande drei Arten gezählt, die nicht leicht voneinander unterschieden werden können. Typisch für die abgebildete Art ist die leuchtend hellgrüne Färbung der Hinterleibssegmente, mit nur einer deutlichen, längs verlaufenden Schwärzung in der Mitte der Segmente.

Labyrinthspinne

Agelena labyrinthica

preview hoet 00003 agelena labyrinthica labyrinthspinneDie graubraune, bis 14 Millimeter große Labyrinthspinne wird zur Familie der Trichterspinnen gezählt und gehört zu den häufigsten heimischen Spinnenarten. An trockenen Orten mit niedriger, lockerer Vegetation wie Trockenrasen, Ödland und Wegrändern sind ihre dicht gewebten Trichternetze häufig zu finden. Die Spinne wartet meist hinter ihrem Netz in einem Schlupfwinkel auf ein Beutetier. Verfängt sich ein kleines Tier im Netz, wird es umgehend mit Spinnseide gefesselt und durch einen Giftbiss gelähmt, um dann später zum Verzehr in den Schlupfwinkel der Spinne gezogen zu werden.

Alpenmurmeltier

Marmota marmota

Alpenmurmeltier Marmota marmotaMurmeltiere leben in großen Kolonien im Hochgebirge. Dort bauen sie im Untergrund lange, miteinander gut vernetzte Gänge. In ihrem einige Meter tief liegenden Winterbau (Kessel) halten die Tiere auch familienweise ihren Winterschlaf. Beim Aufenthalt im Freien wachen die älteren Tiere und warnen bei Gefahr die anderen durch ein lautes, helles Schreien („Pfeifen“). In Deutschland sind Murmeltiere geschützt und dürfen nicht gejagt werden.

Hochgebirgswidderchen

Zygaena exulans

preview hoet 00086 Zygaena exulans HochalpenwidderchenDie Widderchen, auch „Blutströpfchen“ genannt, bilden eine kleine Schmetterlingsfamilie, deren Vertreter häufig auffallend farbige Flecken und Zeichnungen tragen. Die in Mitteleuropa heimischen Arten sind eher kleine Falter, die eng an ihren Lebensraum und die dort wachsenden Blütenpflanzen gebunden sind. So ist das Hochgebirgswidderchen während seiner Flugzeit im Sommer über Jahre hinweg auf denselben alpinen Matten zu finden. Eine Abnahme der Anzahl dieser Falter am jeweiligen Standort kann daher unmittelbar auf eine veränderte Umweltsituation bezogen werden.

Blaue Kiefernholzwespe

Sirex cyaneus

Sirex Cyaneus Blaue KiefernholzwespeDie Blaue Kieferholzwespe ist ein stattliches Insekt, das in unseren Wäldern auch nicht allzu selten ist, sich aus der Nähe aber nur schwer beobachten lässt. Denn meist hält sich diese Pflanzenwespenart (die für uns Menschen völlig harmlos ist) in den Baumkronen auf. Die weiblichen Tiere tragen einen langen, dünnen, aber äußerst harten Legebohrer, der an der Unterseite des Hinterleibs entspringt. Damit bohren sie das Holz von Nadelbäumen an, um dort in „Eiröhren“ ihre Eier abzulegen. Der wirtschaftliche Schaden, der dadurch verursacht wird, ist allerdings relativ gering und fällt nicht selten erst auf, wenn das jeweilige Holz verarbeitet und verbaut worden ist. Die Entwicklung der Larven kann sich nämlich über mehr als vier Jahre hinziehen, sodass sich die eine oder andere Kiefernholzwespe nach ihrem Schlupf plötzlich in einer Bauernstube oder unter dem Stoffbezug einer neuen Holzbank wiederfindet.

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