Wespenspinne (fem.)

Argiope bruennichi

preview hoet 00017 argiope bruennichi wespenspinneEine der attraktivsten heimischen Spinnen ist die Wespen- oder Zebraspinne. Das Weibchen dieser Radnetzspinne ist wegen seines wespenartig gelb-weiß-schwarz gestreiften Hinterleibs unverwechselbar. Das Männchen ist hingegen eher unscheinbar hellbraun gefärbt. Bis vor wenigen Jahrzehnten war die Wespenspinne fast nur in Südeuropa zu finden. Inzwischen hat sie ihr Verbreitungsgebiet stark ausgeweitet und besiedelt heute in fast allen europäischen Ländern sonnige, trockene Wiesenstandorte, wo sie genügend Nahrung fangen kann: Heuschrecken jeder Größe, Bienen, Wespen, Schmetterlinge, Fliegen und andere Insekten. Ein auffälliges Zickzackband, das die Spinne in ihr Radnetz webt, gibt Forschern immer noch Rätsel auf. Dieses so genannte Stabiliment wurde bislang meist als verstärkende Struktur angesehen (Name!), allerdings wurden hier mittlerweile auch verschiedene Variationen beobachtet, die eine solche Erklärung in Frage stellen.

Gartenlaubkäfer

Phyllopertha horticola

preview hoet 00049 phyllopertha horticola gartenlaubkaeferDer metallisch grün (Kopf, Brust) und hellbraun (Flügeldecken) gefärbte Gartenlaubkäfer begegnet uns im Frühsommer recht häufig auf den Blättern oder im Umfeld seiner Nahrungspflanzen: Eiche, Birke, Kirsche, Rose und viele andere Laubgehölze. Zu größeren und auffälligeren Fraßschäden kommt es allerdings nur selten. Wie alle Vertreter der Familie der Blatthornkäfer besitzt auch der Gartenlaubkäfer Fühler, die in einem blattartig verzweigten Fächer enden: hier sind es an jedem Fühlerende drei zierliche Lamellen.

Gespenstschrecke

Phasmatodea (Insektenordnung)

Phasmatodea GespenstschreckeDie Tatsache, dass bis heute ständig neue Arten der Gespenstschrecken entdeckt werden, zeigt, wie gut sich diese Insekten zu tarnen vermögen: als grünes oder braunes Blatt („Wandelndes Blatt“), als dorniger Fortsatz an einem Baum oder unscheinbares, dürres Zweigstück („Stabschrecke“) wie die hier abgebildete Art. Der Verbreitungsschwerpunkt der Tiere liegt in tropischen und südtropischen Ländern, in Europa wurden bislang nur in sehr warmen Regionen einige wenige Arten gefunden. Allerdings werden mittlerweile verschiedene Gespenstschrecken gerne als Terrarientiere gehalten und können von da aus vereinzelt wohl immer wieder ins Freie gelangen. Eine besondere Fähigkeit vieler Arten besteht auch darin, über lange Zeit nahezu bewegungslos verharren zu können. Damit nähern sie sich pflanzlichen Strukturen so stark an, dass sie von Fressfeinden nicht mehr wahrgenommen werden.

Plattbauch (fem.)

Platetrum depressum

preview hoet 00050 platetrum depressum blattbauch femAn kleinen, stehenden Gewässern in sonniger Lage ist der Plattbauch von Anfang Mai bis Ende Juli eine besonders häufig zu entdeckende Libellenart. Bemerkenswert ist hier der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus: Während der Hinterleib des Männchens leuchtend hellblau gefärbt ist, besitzt das Weibchen einen gelbbraunen Hinterleib, der mit zunehmendem Alter olivfarben und zuletzt dunkelbraun wird.

Wie alle Libellen sind auch die Plattbäuche hervorragende Flieger. Sie erkennen, ergreifen und verzehren ihre Beute im Flug – nachdem sie die Umgebung von einem höher gelegenen Ansitzpunkt aus genau beobachtet haben.

Blindschleiche

Anguis fragilis

preview hoet 00002 anguis fragilis blindschleicheDie Blindschleiche wird wegen ihres beinlosen, langen Körpers häufig mit einer Schlange verwechselt. Sie gehört aber zu den Echsen und ist damit mit den Eidechsen verwandt. Auch ist das Tier keineswegs blind. Die Namensgebung steht wohl im Zusammenhang mit der glatten und etwas blendenden bzw. spiegelnden Schuppenhaut. Die Länge einer ausgewachsenen Blindschleiche beträgt etwa 50 Zentimeter, wobei der kleine Kopf unmittelbar in den Rumpf übergeht. Die Tiere sind vor allem in der Dämmerung sowie in den Morgen- und Abendstunden aktiv und jagen dann Schnecken, Würmer, Insekten und andere kleine Tiere. Feuchte Böden mit einer dichten, krautreichen Vegetation werden dabei bevorzugt. Will man eine Blindschleiche in die Hand nehmen, sollte das sehr vorsichtig geschehen: Bei Stress werfen die Tiere nämlich – wie die Eidechsen – eines Teil ihres Schwanzes ab, an dessen Stelle dann nur noch ein sehr kurzer Stumpf nachwächst.

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