Blaugrüne Mosaikjungfer

Aeshna cyanea

preview hoet 00001 aeshna cyanea blaugruene mosaikjungferDie abgespreizten Flügel – typisch für alle Großlibellen – zeigen ein filigranes Geäder in glasklaren Hautflächen, in denen nur ein einziger schwarzer Fleck auffällt, das Flügelmal. Typisch für diese Art sind vor allem die beiden eiförmigen, hellgrünen Flecken auf der Brust sowie der blau-grün-schwarz gefleckte Hinterleib, mit nahezu gänzlich blau gefärbten Segmenten an seinem Ende. - Achtung: Das trifft nur auf die männlichen Tiere zu, die weiblichen zeigen keine Blaufärbung. Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist nicht gerade selten. Sie ist an beinahe allen kleinen und mittelgroßen Gewässern zu finden, und man kann ihr im Gegensatz zu allen anderen Großlibellen sogar auf schattigen Waldwegen abseits aller Tümpel und Teiche begegnen. Allerdings nur den Weibchen, die Männchen bleiben lieber in der Sonne.

Schnake

Tipula spp.

preview hoet 00062 tipula schnakeSchnaken, auch Langbeinmücken genannt, werden von vielen Menschen zu Unrecht mit Stechmücken gleichgesetzt. Dabei sind die Mundwerkzeuge der Schnaken gar nicht kräftig genug, um die menschliche Haut durchstoßen zu können. Diese Insekten ernähren sich vielmehr von Pflanzensäften und anderen, frei zugänglichen wässrigen Substanzen. In Deutschland gibt es rund 140 verschiedene Schnakenarten. Und obwohl sie zu den größten Vertretern der Mücken gehören, ist die exakte Artbestimmung sehr schwierig. Das Verhalten der Tiere lässt sich aber gut beobachten, besonders während der Paarung. Dabei verhaken sich die Hinterleibsenden der beiden Partner ineinander, und diese Haltung wird auch beibehalten, wenn die Tiere sich gestört fühlen und dann eben gemeinsam wegfliegen.

Linienschwärmer

Hyles livornica

preview hoet 00033 hyles livornica linienschwaermerDer Linienschwärmer ist im Grunde ein Schmetterling der Tropen und Subtropen. Als Wanderfalter kommen einzelne Tiere aber immer wieder auch nach Europa. Die auffällige und ganz spezifische Musterung und Färbung seiner Flügel und seines Körpers sowie die weißen Fühlerspitzen machen ihn nahezu unverwechselbar. Während die Raupen des Linienschwärmers eng an eine bestimmte Nahrungspflanze gebunden bleiben, an die sich einmal gewöhnt haben, sind die fertigen Schmetterlinge offenbar wenig wählerisch und fühlen sich von zahlreichen Pflanzen angezogen. Dabei bevorzugen sie besonders violett und blau blühende Pflanzen wie Petunie, Verbene, Baldrian, Enzian, Bleiwurz (vgl. Foto), aus deren Blüten sie im Schwirrflug Nektar saugen. Auch ihre Eier legen die Falter auf ganz unterschiedlichen Pflanzen ab: Ampfer, Vogelknöterich, Wegerich, Fuchsie, Löwenmäulchen, Liguster, Spargel, Weidenröschen, Labkraut, Wilder Wein, Blutweiderich, Wolfsmilch sowie in südlichen Ländern an Weinrebe, Ginster, Olive, Eukalyptus, Akazie und vielen anderen mehr.

Teichmolch (masc.)

Lissotriton vulgaris

preview hoet 00064 triturus vulgaris teichmolchDer in Deutschland am weitesten verbreitete Wassermolch ist der Teichmolch, ein Mitglied der Familie der Echten Salamander. Dieser eher kleine Schwanzlurch wird auch Streifenmolch genannt, weil sein Kopf seitlich helle und dunkle Streifen aufweist. Das ist bei den männlichen Tieren deutlicher als bei den weiblichen, die insgesamt vergleichsweise unscheinbar braun gefärbt sind. Die Männchen hingegen tragen auf dem ganzen Körper große, rundliche und dunkle Punkte – auch auf der leuchtend orangefarbenen Bauchseite, die bei den Weibchen höchstens kleine Tüpfel zeigt. Während der Paarungszeit im Frühjahr ist der Geschlechtsdimorphismus besonders stark ausgeprägt.

Honigbiene

Apis mellifera

preview hoet 00040 apis mellifera honigbiene auf solidago giganteaDie Honigbiene wird heute allgemein zu den weltweit wichtigsten Nutztieren gezählt, denn sie erbringt nicht nur eine kaum abschätzbare Leistung bei der Bestäubung bzw. Befruchtung von Pflanzen, denn sie überträgt vor allem Pollen jeweils artgleicher Pflanzen. Dadurch wachsen mehr und bessere Früchte. Man schätzt, dass 80 Prozent der Obstbäume und ein großer Teil anderer Blütenpflanzen auf Bienen angewiesen sind. Eine besondere Eigenschaft haben die Beine der Biene. Dort befinden sich winzige Härchen, auf denen der Blütenstaub (Pollen) hängen bleibt und „Höschen“ bildet, dicke orangefarbene Gebilde. Das Foto zeigt übrigens eine Honigbiene auf dem Blütenstand einer Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) – mit bereits prall gefüllten Höschen.

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