Langhornbock

Monochamus sartor

preview hoet 00036 monochamus sartor langhornbockTypisch für die meisten Käfer ist, dass sie zwei unterschiedlich gestaltete Flügelpaare besitzen. Dabei sind die äußeren Flügel hart (chitinisiert) und müssen aufgeklappt werden, damit der Käfer die unteren, häutigen Flügel entfalten und mit ihrer Hilfe auffliegen kann. Das lässt sich bei einem großen Käfer wie dem Langhornbock besonders gut beobachten. Dieser Käfer lebt zerstreut – und leider immer seltener – in Nadelwäldern, im Alpenraum bis in den Bereich der Waldgrenze. Er fliegt an heißen Sommertagen. Sein weithin hörbares Fluggeräusch lässt an einen kleinen Hubschrauber denken, und wenn er landet, kann man den komplizierten Faltmechanismus seiner Flügel gut beobachten. Es dauert nämlich eine Weile, bis er seine Flügel wieder vollständig eingefaltet und zugeklappt hat.

Wespen-Moderholzschwebfliege

Temnostoma vespiforme

preview hoet 00059 temnostoma vespiforme wespen moderholzschwebfliegeEs gibt zahlreiche verschiedene Insektenarten, die zu ihrem Schutz eine ausgeprägte „Wespen-Mimikry“ entwickelt haben. Die meisten dieser Tiere sind für uns Menschen völlig harmlos – so wie die Wespen-Moderholzschwebfliege. Wie der Name verrät, gehört das Tier zur Familie der Schwebfliegen, die sich an ihrer Flugweise sehr gut erkennen lassen: Ihr Flug besteht aus einer Folge ruckweiser und meist gerade verlaufender kurzer Flugstrecken und Momenten, in denen sie mit schwirrenden Flügeln in der Luft gleichsam stehen bleiben können. Diese Schwebfliegenart kommt vor allem in feuchten Laub- und Mischwäldern vor. Ihren deutschen Namen hat sie der Lebensweise ihrer Larven zu verdanken. Die ernähren sich von morschem und weichem Holz (Ahorn, Eiche, Linde und andere). Die fertigen Insekten (Imagines) halten sich hingegen gerne auf Blüten verschiedener Sträucher und Blütenstauden auf.

Sandlaufkäfer

Cicindela hybrida

preview hoet 00025 cicindela hybrida sandlaufkaeferDas Auffälligste am Sandlaufkäfer ist, dass er so schnell verschwinden kann. Der Käfer scheint ungeheuer wachsam zu sein, und offenbar genügt es ihm schon, sich beobachtet zu fühlen, dass er seine Flügel ausspannt und rasch wie eine geübte Fliege aus dem Blickfeld verschwindet. Seine Zeit ist der Frühsommer, wo er sich gerne auf besonnten und warmen Sandflächen aufhält. Wer das weiß, kann ihn an seinem kupferfarbenen Glanz erkennen – und sollte sich diesem ungewöhnlich flinken Käfer nur äußerst behutsam nähern...

Sumpfschrecke

Stetophyma grossum

preview hoet 00054 stetophyma grossum sumpfschreckeDie Sumpfschrecke liebt Feuchtwiesen und Gräben, Quellmoore, Bachufer und ähnlich feuchte Areale. In den Alpen kommt sie gelegentlich noch weit über 2 000 Meter Höhe vor. Die fertigen Tiere (Imagines) sind ab etwa Juni bis Ende Oktober aktiv und besonders häufig dort zu finden, wo gemähte (Wiesen-)Flächen an ungemähtes Brachland grenzen. Kleinräumige Strukturen und eine mosaikartige landwirtschaftliche Nutzung sind für dieses Insekt offenbar sehr wichtig. Sumpfschrecken gehören zur Gruppe der so genannten Ödlandschrecken. Besonders attraktiv wird dieses Tier durch seine manchmal leuchtend weinrote Färbung, die zu dem grüngelben Längsstreifen am Vorderrand der Vorderflügel in einem auffallenden Kontrast steht.

Grabwespe

Pemphredon spp.

preview hoet 00029 grabwespe erbeutet spinneDas war das Ende der Spinne: Kaum, dass diese sich langsam wieder zu regen begann, wurde sie von der Grabwespe gepackt, umgedreht und mit einem Biss betäubt. Das kann nicht der erste Biss gewesen sein, denn diese Spinne, die offenbar im Kronenbereich der Bäume lebte, war wohl dort schon von dem Insekt angefallen und gelähmt worden. Nun biss die Grabwespe immer wieder zu, um ihre Beute nicht mehr zu verlieren. Als „Flugware“ war diese zwar viel zu schwer, aber die Behausung der Grabwespe war – welch ein Zufall! – ohnehin nur zwei oder drei Meter entfernt unter einer Baumwurzel, und dorthin zog und zerrte sie nun die völlig gelähmte Spinne.

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