Rossminze

Mentha longifolia

preview hoep 00016 mentha longifolia rossminze
Wenn von einer Minze die Rede ist, denken wir unwillkürlich an die Pfefferminze. Dabei übersehen wir gleich zweierlei: Erstens gibt es rund 25 verschiedene Minze-Arten, von denen einige ebenfalls bemerkenswerte Aromapflanzen darstellen. Zweitens ist die so genannte Pfefferminze das Ergebnis einer Kreuzung und wird heute in zahlreichen Sorten kultiviert, die wiederum deutliche Unterschiede im Aroma besitzen können.

Die Rossminze ist eine der häufigsten wild wachsenden Minzen. Sie bevorzugt feuchte und eher nährstoffreiche Standorte und wächst gerne an verwilderten und sumpfigen Gräben, Teichufern und morastigen Wiesen. Sie riecht und schmeckt recht intensiv und kann wie die Pfefferminzen als Gewürz- und Teepflanze verwendet werden.

Purpurweide

Salix purpurea

preview hoep 00026 salix purpurea blutweideWeiden gehören nicht nur zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit, sondern können besonders auch von Kindern vielfältig verwendet werden. Ihr robustes Wachstum, das starke Ausschlagvermögen zurückgeschnittener Gehölze und natürlich die Biegsamkeit der Zweige machen sie zu einem interessanten, natürlichen Bau- und Werkstoff.

Die Pflanzengattung Weide (Salix) umfasst weltweit rund 450 verschiedene Arten, die sich manchmal nur schwer voneinander unterscheiden lassen. Heimisch in Mitteleuropa sind immerhin etwa 40 Arten, die allerdings oft miteinander bastardieren, also natürliche Kreuzungen bilden. In der Praxis werden deshalb nur Wuchsgruppen unterschieden. Die Purpurweide (Salix purpurea), die ähnlich wie die Korbweide (Salix viminalis) auch zum Flechten genutzt werden kann, gehört dabei zu den so genannten „Baumweiden“, die bei regelmäßigem Schnitt der Neutriebe zu „Kopfweiden“ werden.

Sonnenblume

Helianthus annuus

preview hoep 00013 helianthus annuus sonnenblume
Wer sich die Blütenkörbe von Sonnenblumen oder besser noch die Anordnung der reifen Samen auf dem schwach gewölbten Blütenboden genauer anschaut, kann zwei erstaunliche Entdeckungen machen. Zunächst die, dass die Samen ein eigenartig spiraliges Muster bilden, und zwar so, dass zwei Spiralwirbel einander überlagern: Ein Wirbel verläuft im Uhrzeigersinn, der zweite ist dem entgegen gerichtet.

Die zweite Entdeckung erfordert konzentriertes Vorgehen. Es geht dabei um die Frage, aus wie vielen Einzelspiralen sich die beiden Wirbel zusammensetzen. Dabei lässt sich feststellen, dass die beiden Spiralwirbel aus unterschiedlich vielen Einzelspiralen aufgebaut sind. Sie vermehren sich im Laufe des Größenwachstums des Blütenkorbs, bis das Maximum an Einzelspiralen schließlich bei den reifen Samen erreicht ist.

Übrigens: In den meisten Fällen sind es 21 Einzelspiralen in der einen und 34 Einzelspiralen in der anderen Richtung. Bei größeren Sonnenblumen können sogar 34 und 55 Einzelspiralen gezählt werden. Kommen Ihnen diese Zahlen nicht bekannt vor?

UA-24100054-1