Echte Kornelkirsche

Cornus mas

preview hoep 00007 cornus mas echte kornelkirscheDie Echte Kornelkirsche ist ein Gehölz mit einer beeindruckenden Geschichte und wurde bereits in der Antike als wertvolles Nutzholz geschätzt. Nach einem Bericht des griechischen Schriftstellers Pausanias war das Trojanische Pferd, dem Odysseus und seine Gefährten entstiegen, um Troja zu erobern, aus Kornelkirschenholz gezimmert. Auch der berühmte Bogen des Odysseus, den nur er spannen konnte, und die besten Wurfspeere der damaligen Zeit waren aus dieser Holzart gefertigt. Aber die kulturhistorischen Belege über die Verwendung der Pflanze reichen noch weiter zurück. In stein- und bronzezeitlichen Pfahlbauten in Italien und Österreich wurden häufig große Mengen von Kornelkirschkernen gefunden. Offenbar waren die Kornellen ein wichtiger Teil der damaligen Nahrung.

Für Kinder – und natürlich auch für uns Erwachsene – sind die reifen (!) Früchte nach wie vor ein angenehm säuerlich schmeckendes Wildobst, das nicht nur roh gegessen werden kann. Für die Marmeladenherstellung können die Kornelkirschen mit säurearmen Früchten wie Melonen, Birnen und Äpfeln gemischt werden. Gut eignen sie sich auch als Beilage zu Wildgerichten, wenn sie süßsauer gewürzt und in Weinessig eingelegt werden.

Sanddorn

Hippophae rhamnoides

preview hoep 00011 elaeagnus rhamnoides sanddornWild wachsend finden wir Sanddornsträucher in Europa heute nur in drei Gebieten: an den Küsten von Nord- und Ostsee, im Alpenraum sowie in den Karpaten und ihren Ausläufern. Diese Areale sind Überreste einer weit größeren Verbreitung nach der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren. Die nach und nach einsetzende Wiederbewaldung Europas drängte das lichthungrige und Rohboden liebende Gehölz in Küstenzonen und schroffe Gebirgslandschaften ab.

Dabei verdient das Gehölz vor allem aus zwei Gründen Beachtung: Aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe seiner Früchte (unter anderem weit mehr Vitamin C enthaltend als Zitronen!) gehört es zu den wichtigsten Wildobstarten und wird mittlerweile auch vermehrt im Erwerbsanbau kultiviert; außerdem spielen die Pflanzen heute in der Ingenieurbiologie eine bedeutende Rolle. Die Genügsamkeit der Pflanzen und ihr kräftiges Wurzelwerk („Rohbodenpionier“) machen sie nämlich in trockenen Regionen zu einer wirkungsvollen Waffe gegen Bodenerosion und Humusabbau.

Zucchini

Cucurbita pepo ssp. pepo

preview hoep 00009 cucurbita pepo pepo zucchiniBotanisch betrachtet gehört die Zucchini zu den Kürbisgewächsen und wird hier zu den Speisekürbissen gezählt. Manchmal wird dabei auch zwischen Sommerkürbissen und Winterkürbissen unterschieden. Als Sommerkürbisse gelten dann alle weichschaligen Kürbisse, wie eben auch die Gruppe der Zucchini – im Gegensatz zu den dickschaligen und bis in den Winter und darüber hinaus lagerfähigen Winterkürbissen.

Neben verschiedenen grünfrüchtigen Zucchinisorten gibt es auch gelbfrüchtige Varietäten, so etwa die sehr widerstandsfähige Züchtung ’Gold Rush’. Die leuchtend gelben, keulenförmigen Früchte haben eine sehr zarte Haut und schmecken hervorragend.

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