Sanddorn

Hippophae rhamnoides

preview hoep 00011 elaeagnus rhamnoides sanddornWild wachsend finden wir Sanddornsträucher in Europa heute nur in drei Gebieten: an den Küsten von Nord- und Ostsee, im Alpenraum sowie in den Karpaten und ihren Ausläufern. Diese Areale sind Überreste einer weit größeren Verbreitung nach der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren. Die nach und nach einsetzende Wiederbewaldung Europas drängte das lichthungrige und Rohboden liebende Gehölz in Küstenzonen und schroffe Gebirgslandschaften ab.

Dabei verdient das Gehölz vor allem aus zwei Gründen Beachtung: Aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe seiner Früchte (unter anderem weit mehr Vitamin C enthaltend als Zitronen!) gehört es zu den wichtigsten Wildobstarten und wird mittlerweile auch vermehrt im Erwerbsanbau kultiviert; außerdem spielen die Pflanzen heute in der Ingenieurbiologie eine bedeutende Rolle. Die Genügsamkeit der Pflanzen und ihr kräftiges Wurzelwerk („Rohbodenpionier“) machen sie nämlich in trockenen Regionen zu einer wirkungsvollen Waffe gegen Bodenerosion und Humusabbau.

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