Traubenholunder

Sambucus racemosa

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Neben dem Schwarzen Holunder wächst hierzulande auch noch eine andere Art, die weit weniger bekannt ist. Es handelt sich um den Traubenholunder (Roter Holunder), der regional auch Namen trägt, die auf seine Lieblingsstandorte verweisen: Wald-Holder, Hirschholunder, Vogelholunder oder Rotkehlchenbeere.

Anders als beim Schwarzen Holunder wachsen seine Blüten und die Früchte nicht in flach gewölbten Dolden, sondern in kleinen, dichten Trauben. Die Früchte sind leuchtend rot und bereits Ende Juli erntereif. Für die Verwendung als Wildobst gilt Ähnliches wie für den größeren Verwandten, wenn auch mit einer wichtigen Ergänzung: Da die Samen oder Steinkerne der Früchte auch im gekochten Zustand noch Giftstoffe enthalten, sollten die Früchte des Roten Holunder vor der Weiterverarbeitung stets passiert werden. Das heißt, dass diese Art, deren Früchte besonders viel Vitamin C und andere wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, ausschließlich für die Herstellung von Saft, Sirup und Gelee genutzt wird.

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