02.05., 04.07., 19.09., 17.10. und 07.11.2019 Miesbach

Zertifizierung zu:
"Qualifizierte Freilandpädagogin/Qualifizierter Freilandpädagoge"
Freilandpädagogik – Mit Kindern Natur-, Bewegungs- und Spielräume im Freien erschließen
Weiterbildung in 5 Modulen (insgesamt 5 Tage)

Freilandpädagogik ist ein seit 1997 etabliertes Konzept. Hintergrund dieses Konzeptes waren zahlreiche Hinweise aus Studien und Forschungsergebnissen, die damals schon deutlich machten, dass Natur-, Bewegungs- und Spielräume für Kinder in unserer Gesellschaft immer stärker eingeschränkt werden.

Kinder wollen draußen sein

Kinder leben heute aus unterschiedlichen Gründen überwiegend in Räumen. Dies führt nicht nur zu einer Entfremdung von der Natur, es schränkt auch ihren Bewegungsdrang, ihre gesundheitliche Entwicklung und die Bildungsmöglichkeiten der Kinder deutlich ein. Der Mangel an Bewegungs- und Spielmöglichkeiten werden sogar als bedeutende Ursache für Entwicklungsdefizite bei Kindern angesehen. Wie zahlreiche Studien belegen, sind Spiele draußen, insbesondere in einem möglichst wenig strukturierten Gelände weitaus variantenreicher und langandauernder als in Innenräumen.

Aus diesen Gründen ist es nicht nur wünschenswert, sondern sogar notwendig, auch das Umfeld einer pädagogischen Einrichtung – Straßen, Spielplätze, Kulturstätten, Naturräume wie Wälder, Wiesen etc. – in die pädagogische Arbeit einzubeziehen. Denn gerade die Vielfalt und Unterschiedlichkeit dieser Außenräume beeinflusst den psychischen und physischen Entwicklungsprozess der Kinder ebenso wie ihre Spiel-, Lern- und Bildungsprozesse.

Ein so verstandener ganzheitlicher Ansatz kommt der natürlichen Neugier, dem Forschergeist und dem nachhaltigen Lernen der Kinder sehr entgegen. Er fördert ihre Aufgeschlossenheit und ihr Interesse für Naturphänomene aller Art, für ökologische wie kulturelle Prozesse und integriert alle themenspezifischen Bildungs- und Erziehungsbereiche, wie sie im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan definiert isnd.

Außerdem gilt: Kinder engagieren sich vor allem dann, wenn sie von zugewandten, responsiven und resonanzgebenden Erwachsenen begleitet werden, die eine Atmosphäre von Wohlbefinden und emotionaler Sicherheit schaffen. In einer solchen Atmosphäre werden positive Energien freigesetzt und Kinder aktivieren eine Vielzahl unterschiedlicher Potenziale.

Ziele der Weiterbildung

Die Teilnehmer/innen qualifizieren sich für die pädagogische Arbeit der Freilandpädagogik durch Einbeziehung von Naturräumen, Sozialräumen und Kulturstätten (Öffnung nach Außen).

Sie wissen, dass Kinder sich vor allem dann engagieren, wenn sie von zugewandten, responsiven und resonanzgebenden Erwachsenen begleitet werden, die eine Atmosphäre von Wohlbefinden und emotionaler Sicherheit schaffen. In einer solchen Atmosphäre werden positive Energien freigesetzt und Kinder aktivieren eine Vielzahl unterschiedlicher Potenziale.

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich an alle in der Kindertagesbetreuung und in der Großtagespflege tätigen Pädagog/innen, die das Ziel verfolgen, sich gemeinsam mit den Kindern und viel Gestaltungslust und Kreativität Natur- und Sozialräume sowie Kulturstätten zu erschließen.
Bevorzugt eignet sich die Weiterbildung für die Arbeit mit 2-6 jährigen Kindern.

Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan

Die Inhalte dieser Weiterbildung entsprechen dem aktuellen Forschungsstand für Bildungs- und Erziehungsqualität des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung sowie den Bayerischen Bildungsleitlinien.

Das der Weiterbildung zugrundliegende Bild vom Kind

Der Weiterbildung liegt ein Bild vom Kind zugrunde, das es als kompetenten Menschen sieht, der von Anfang an erkundend mit seiner Umwelt in Beziehung tritt, seine Bildung und Entwicklung aktiv mitgestaltet und im Dialog mit anderen an allen Weltvorgängen teilnimmt, um sein Weltverständnis kontinuierlich zu erweitern.

Gliederung der Weiterbildung

Verteilt auf fünf Tage im Zeitraum von 02.05.-07.11.2019 findet jeweils ein halber Tag im Seminarraum und ein halber Tag im Naturraum bzw. Außengelände statt. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche, aufeinander aufbauende Seminarinhalte. Die beiden Referenten beziehen sich dabei auf pädagogische und entwicklungspsychologische Aspekte (Edeltraud Prokop) sowie umweltpädagogische und ökologische Aspekte (Herbert Österreicher).

Modul 1: Donnerstag, 02.05.2019
Zehn Thesen der Freilandpädagogik, physische und psychische Stabilität (E. Prokop)
Heimische Landschaft – Pflanzen, Bäume, Kleintiere (H. Österreicher)

Modul 2: Donnerstag, 04.07.2019
Nachhaltiges Lernen durch direktes Erleben und Handeln, Schulfähigkeit (E. Prokop)
Ökologische Zusammenhänge – ökologisches Handeln (H. Österreicher)

Modul 3: Donnerstag, 19.09.2019
Kompetenz, Haltung und Rolle einer/s Freilandpädagogin/en(E. Prokop)
Naturerkundung mit Kindern: Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten (H. Österreicher)

Modul 4: Donnerstag, 17.10.2019
Organisatorische Aspekte: Sicherheit, Hygiene, Notfallmanagement (E. Prokop)
Gefährdungspotenziale und Risiken durch Tiere und Pflanzen (H. Österreicher)

Modul 5: Donnerstag, 07.11.2019
Abschlusskolloquium. Genaue Vereinbarungen dazu gibt es im Modul 4.

Abschluss

Mit der erfolgreichen Absolvierung der Weiterbildung erhalten Sie das Zertifikat des IBB Miesbach überreicht:
"Qualifizierte Freilandpädagogin/Qualifizierter Freilandpädagoge"

Kriterien für das Erlangen des Zertifikats:

- Teilnahme an allen Modulen
- Engagiertes Mitwirken in allen Modulen
- Praxistransfer der Modulinhalte in der Zeit zwischen den Modulen
- Beteiligung an den Präsentationen im Abschlusskolloquium

Veranstalter und Kontaktdaten zur Anmeldung:
Seminarreihe des IBB Institut für Bildung und Beratung Miesbach GmbH
Josef-Lantenhammer-Platz 1, 83734 Hausham (IBB-Bildungszentrum)
https://www.ibb-miesbach.com/bildung-weiterbildung/paedagoginnen/qualifizierte-r-freilandpaedagogin/

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