Blaugrüne Mosaikjungfer

Aeshna cyanea

preview hoet 00001 aeshna cyanea blaugruene mosaikjungferDie abgespreizten Flügel – typisch für alle Großlibellen – zeigen ein filigranes Geäder in glasklaren Hautflächen, in denen nur ein einziger schwarzer Fleck auffällt, das Flügelmal. Typisch für diese Art sind vor allem die beiden eiförmigen, hellgrünen Flecken auf der Brust sowie der blau-grün-schwarz gefleckte Hinterleib, mit nahezu gänzlich blau gefärbten Segmenten an seinem Ende. - Achtung: Das trifft nur auf die männlichen Tiere zu, die weiblichen zeigen keine Blaufärbung. Die Blaugrüne Mosaikjungfer ist nicht gerade selten. Sie ist an beinahe allen kleinen und mittelgroßen Gewässern zu finden, und man kann ihr im Gegensatz zu allen anderen Großlibellen sogar auf schattigen Waldwegen abseits aller Tümpel und Teiche begegnen. Allerdings nur den Weibchen, die Männchen bleiben lieber in der Sonne.

Blindschleiche

Anguis fragilis

preview hoet 00002 anguis fragilis blindschleicheDie Blindschleiche wird wegen ihres beinlosen, langen Körpers häufig mit einer Schlange verwechselt. Sie gehört aber zu den Echsen und ist damit mit den Eidechsen verwandt. Auch ist das Tier keineswegs blind. Die Namensgebung steht wohl im Zusammenhang mit der glatten und etwas blendenden bzw. spiegelnden Schuppenhaut. Die Länge einer ausgewachsenen Blindschleiche beträgt etwa 50 Zentimeter, wobei der kleine Kopf unmittelbar in den Rumpf übergeht. Die Tiere sind vor allem in der Dämmerung sowie in den Morgen- und Abendstunden aktiv und jagen dann Schnecken, Würmer, Insekten und andere kleine Tiere. Feuchte Böden mit einer dichten, krautreichen Vegetation werden dabei bevorzugt. Will man eine Blindschleiche in die Hand nehmen, sollte das sehr vorsichtig geschehen: Bei Stress werfen die Tiere nämlich – wie die Eidechsen – eines Teil ihres Schwanzes ab, an dessen Stelle dann nur noch ein sehr kurzer Stumpf nachwächst.

Gartenlaubkäfer

Phyllopertha horticola

preview hoet 00049 phyllopertha horticola gartenlaubkaeferDer metallisch grün (Kopf, Brust) und hellbraun (Flügeldecken) gefärbte Gartenlaubkäfer begegnet uns im Frühsommer recht häufig auf den Blättern oder im Umfeld seiner Nahrungspflanzen: Eiche, Birke, Kirsche, Rose und viele andere Laubgehölze. Zu größeren und auffälligeren Fraßschäden kommt es allerdings nur selten. Wie alle Vertreter der Familie der Blatthornkäfer besitzt auch der Gartenlaubkäfer Fühler, die in einem blattartig verzweigten Fächer enden: hier sind es an jedem Fühlerende drei zierliche Lamellen.

Gespenstschrecke

Phasmatodea (Insektenordnung)

Phasmatodea GespenstschreckeDie Tatsache, dass bis heute ständig neue Arten der Gespenstschrecken entdeckt werden, zeigt, wie gut sich diese Insekten zu tarnen vermögen: als grünes oder braunes Blatt („Wandelndes Blatt“), als dorniger Fortsatz an einem Baum oder unscheinbares, dürres Zweigstück („Stabschrecke“) wie die hier abgebildete Art. Der Verbreitungsschwerpunkt der Tiere liegt in tropischen und südtropischen Ländern, in Europa wurden bislang nur in sehr warmen Regionen einige wenige Arten gefunden. Allerdings werden mittlerweile verschiedene Gespenstschrecken gerne als Terrarientiere gehalten und können von da aus vereinzelt wohl immer wieder ins Freie gelangen. Eine besondere Fähigkeit vieler Arten besteht auch darin, über lange Zeit nahezu bewegungslos verharren zu können. Damit nähern sie sich pflanzlichen Strukturen so stark an, dass sie von Fressfeinden nicht mehr wahrgenommen werden.

Grabwespe

Pemphredon spp.

preview hoet 00029 grabwespe erbeutet spinneDas war das Ende der Spinne: Kaum, dass diese sich langsam wieder zu regen begann, wurde sie von der Grabwespe gepackt, umgedreht und mit einem Biss betäubt. Das kann nicht der erste Biss gewesen sein, denn diese Spinne, die offenbar im Kronenbereich der Bäume lebte, war wohl dort schon von dem Insekt angefallen und gelähmt worden. Nun biss die Grabwespe immer wieder zu, um ihre Beute nicht mehr zu verlieren. Als „Flugware“ war diese zwar viel zu schwer, aber die Behausung der Grabwespe war – welch ein Zufall! – ohnehin nur zwei oder drei Meter entfernt unter einer Baumwurzel, und dorthin zog und zerrte sie nun die völlig gelähmte Spinne.

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