Skorpionsfliege

Panorpa communis

preview hoet 00043 panorpa communis gewoehnliche skorpionsfliegeDiese nur vereinzelt lebende Fliege zeichnet sich durch eine Reihe beinahe skurril anmutender Merkmale aus: ein rüsselartig verlängerter Vorderkopf, zwei lange fadenförmige Fühler, grob geäderte und dunkel gefleckte Flügel sowie – nur beim Männchen – ein ungewöhnlich zugespitzter, nach oben gekrümmter und in einem Zangenpaar endender Hinterleib. Das wirkt ein wenig wie der Hinterleib eines Skorpions (daher der Name der Fliege), aber das Männchen der Skorpionsfliege nutzt seine Hinterleibszange lediglich zum Festhalten des Weibchens bei der Begattung.

Sumpfschrecke

Stetophyma grossum

preview hoet 00054 stetophyma grossum sumpfschreckeDie Sumpfschrecke liebt Feuchtwiesen und Gräben, Quellmoore, Bachufer und ähnlich feuchte Areale. In den Alpen kommt sie gelegentlich noch weit über 2 000 Meter Höhe vor. Die fertigen Tiere (Imagines) sind ab etwa Juni bis Ende Oktober aktiv und besonders häufig dort zu finden, wo gemähte (Wiesen-)Flächen an ungemähtes Brachland grenzen. Kleinräumige Strukturen und eine mosaikartige landwirtschaftliche Nutzung sind für dieses Insekt offenbar sehr wichtig. Sumpfschrecken gehören zur Gruppe der so genannten Ödlandschrecken. Besonders attraktiv wird dieses Tier durch seine manchmal leuchtend weinrote Färbung, die zu dem grüngelben Längsstreifen am Vorderrand der Vorderflügel in einem auffallenden Kontrast steht.

Teichmolch (masc.)

Lissotriton vulgaris

preview hoet 00064 triturus vulgaris teichmolchDer in Deutschland am weitesten verbreitete Wassermolch ist der Teichmolch, ein Mitglied der Familie der Echten Salamander. Dieser eher kleine Schwanzlurch wird auch Streifenmolch genannt, weil sein Kopf seitlich helle und dunkle Streifen aufweist. Das ist bei den männlichen Tieren deutlicher als bei den weiblichen, die insgesamt vergleichsweise unscheinbar braun gefärbt sind. Die Männchen hingegen tragen auf dem ganzen Körper große, rundliche und dunkle Punkte – auch auf der leuchtend orangefarbenen Bauchseite, die bei den Weibchen höchstens kleine Tüpfel zeigt. Während der Paarungszeit im Frühjahr ist der Geschlechtsdimorphismus besonders stark ausgeprägt.

Weinbergschnecke

Helix pomatia

preview hoet 00032 helix pomatia weinbergschnecke paarungMit einem kugeligen Gehäuse bis etwa 40 Millimeter Durchmesser sind die Weinbergschnecken die größten heimischen Landlungenschnecken. Ihre durchschnittliche Lebensdauer beträgt sechs Jahre, in Gehegen gehaltene Tiere können bei guten Bedingungen auch weit älter werden. Dazu gehört in jedem Fall ein kalkhaltiger Boden, da die Tiere zum Bau des Gehäuses regelmäßig Kalk aufnehmen müssen. Im Mai beginnt die Paarungszeit, wobei sich die Partner zunächst lange in aufrechter Haltung betasten und belecken. Erst nach einer Ruhepause, die dieses Liebesspiel unterbricht, kommt es bei einem der beiden Tiere zum Ausstoßen des so genannten Liebespfeils und der Übertragung des Samenpakets (Spermatophore) auf den Partner. Nach einer weiteren Ruhepause wechselt die Aktivität und es kommt zur Übertragung des Samenpakets des anderen Tieres. Einige Wochen später legen beide Tiere jeweils 40 bis 60 runde, weißliche Eier in eine selbst gegrabene Erdmulde, die nach der Eiablage wieder mit Erde verschlossen wird.

Wespen-Moderholzschwebfliege

Temnostoma vespiforme

preview hoet 00059 temnostoma vespiforme wespen moderholzschwebfliegeEs gibt zahlreiche verschiedene Insektenarten, die zu ihrem Schutz eine ausgeprägte „Wespen-Mimikry“ entwickelt haben. Die meisten dieser Tiere sind für uns Menschen völlig harmlos – so wie die Wespen-Moderholzschwebfliege. Wie der Name verrät, gehört das Tier zur Familie der Schwebfliegen, die sich an ihrer Flugweise sehr gut erkennen lassen: Ihr Flug besteht aus einer Folge ruckweiser und meist gerade verlaufender kurzer Flugstrecken und Momenten, in denen sie mit schwirrenden Flügeln in der Luft gleichsam stehen bleiben können. Diese Schwebfliegenart kommt vor allem in feuchten Laub- und Mischwäldern vor. Ihren deutschen Namen hat sie der Lebensweise ihrer Larven zu verdanken. Die ernähren sich von morschem und weichem Holz (Ahorn, Eiche, Linde und andere). Die fertigen Insekten (Imagines) halten sich hingegen gerne auf Blüten verschiedener Sträucher und Blütenstauden auf.

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