Linienschwärmer

Hyles livornica

preview hoet 00033 hyles livornica linienschwaermerDer Linienschwärmer ist im Grunde ein Schmetterling der Tropen und Subtropen. Als Wanderfalter kommen einzelne Tiere aber immer wieder auch nach Europa. Die auffällige und ganz spezifische Musterung und Färbung seiner Flügel und seines Körpers sowie die weißen Fühlerspitzen machen ihn nahezu unverwechselbar. Während die Raupen des Linienschwärmers eng an eine bestimmte Nahrungspflanze gebunden bleiben, an die sich einmal gewöhnt haben, sind die fertigen Schmetterlinge offenbar wenig wählerisch und fühlen sich von zahlreichen Pflanzen angezogen. Dabei bevorzugen sie besonders violett und blau blühende Pflanzen wie Petunie, Verbene, Baldrian, Enzian, Bleiwurz (vgl. Foto), aus deren Blüten sie im Schwirrflug Nektar saugen. Auch ihre Eier legen die Falter auf ganz unterschiedlichen Pflanzen ab: Ampfer, Vogelknöterich, Wegerich, Fuchsie, Löwenmäulchen, Liguster, Spargel, Weidenröschen, Labkraut, Wilder Wein, Blutweiderich, Wolfsmilch sowie in südlichen Ländern an Weinrebe, Ginster, Olive, Eukalyptus, Akazie und vielen anderen mehr.

Pappelblattkäfer

Chrysomela populi

preview hoet 00024 chrysomela populi pappelblattkaeferDer Pappelblattkäfer wird zur Familie der Blattkäfer gezählt, und er wird dieser Bezeichnung in jeder Hinsicht gerecht. Er hält sich vor allem auf den Blättern von Weiden und Pappeln auf, die gleichzeitig und praktischerweise seine Nahrungsgrundlage bilden. Die Blätter dieser Bäume bieten dem Insekt aber noch mehr. Die darin enthaltene Salicylsäure nutzt der Käfer zur Herstellung eines unangenehm stechend riechenden Sekrets, mit dem er sich gewisse Feinde wie die räuberisch lebenden Larven einer Schwebfliegenart vom Leib hält (oder es zumindest versucht...)

Plattbauch (fem.)

Platetrum depressum

preview hoet 00050 platetrum depressum blattbauch femAn kleinen, stehenden Gewässern in sonniger Lage ist der Plattbauch von Anfang Mai bis Ende Juli eine besonders häufig zu entdeckende Libellenart. Bemerkenswert ist hier der ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus: Während der Hinterleib des Männchens leuchtend hellblau gefärbt ist, besitzt das Weibchen einen gelbbraunen Hinterleib, der mit zunehmendem Alter olivfarben und zuletzt dunkelbraun wird.

Wie alle Libellen sind auch die Plattbäuche hervorragende Flieger. Sie erkennen, ergreifen und verzehren ihre Beute im Flug – nachdem sie die Umgebung von einem höher gelegenen Ansitzpunkt aus genau beobachtet haben.

Sandlaufkäfer

Cicindela hybrida

preview hoet 00025 cicindela hybrida sandlaufkaeferDas Auffälligste am Sandlaufkäfer ist, dass er so schnell verschwinden kann. Der Käfer scheint ungeheuer wachsam zu sein, und offenbar genügt es ihm schon, sich beobachtet zu fühlen, dass er seine Flügel ausspannt und rasch wie eine geübte Fliege aus dem Blickfeld verschwindet. Seine Zeit ist der Frühsommer, wo er sich gerne auf besonnten und warmen Sandflächen aufhält. Wer das weiß, kann ihn an seinem kupferfarbenen Glanz erkennen – und sollte sich diesem ungewöhnlich flinken Käfer nur äußerst behutsam nähern...

Schnake

Tipula spp.

preview hoet 00062 tipula schnakeSchnaken, auch Langbeinmücken genannt, werden von vielen Menschen zu Unrecht mit Stechmücken gleichgesetzt. Dabei sind die Mundwerkzeuge der Schnaken gar nicht kräftig genug, um die menschliche Haut durchstoßen zu können. Diese Insekten ernähren sich vielmehr von Pflanzensäften und anderen, frei zugänglichen wässrigen Substanzen. In Deutschland gibt es rund 140 verschiedene Schnakenarten. Und obwohl sie zu den größten Vertretern der Mücken gehören, ist die exakte Artbestimmung sehr schwierig. Das Verhalten der Tiere lässt sich aber gut beobachten, besonders während der Paarung. Dabei verhaken sich die Hinterleibsenden der beiden Partner ineinander, und diese Haltung wird auch beibehalten, wenn die Tiere sich gestört fühlen und dann eben gemeinsam wegfliegen.

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