Grüne Blattwespe

Rhogogaster viridis

preview hoet 00051 rhogogaster viridis gruene blattwespe fem mit beuteBlattwespen gehören zur riesigen Gruppe der Pflanzenwespen. Derzeit werden hier rund 9.000 Arten unterschieden. Während sich die meisten dieser Insekten ausschließlich oder überwiegend von verschiedenen Pflanzen ernähren, jagt die Grüne Blattwespe kleinere Insekten, darunter auch die Larven zahlreicher Käferarten. Zur Gattung Rhogogaster werden hierzulande drei Arten gezählt, die nicht leicht voneinander unterschieden werden können. Typisch für die abgebildete Art ist die leuchtend hellgrüne Färbung der Hinterleibssegmente, mit nur einer deutlichen, längs verlaufenden Schwärzung in der Mitte der Segmente.

Hochgebirgswidderchen

Zygaena exulans

preview hoet 00086 Zygaena exulans HochalpenwidderchenDie Widderchen, auch „Blutströpfchen“ genannt, bilden eine kleine Schmetterlingsfamilie, deren Vertreter häufig auffallend farbige Flecken und Zeichnungen tragen. Die in Mitteleuropa heimischen Arten sind eher kleine Falter, die eng an ihren Lebensraum und die dort wachsenden Blütenpflanzen gebunden sind. So ist das Hochgebirgswidderchen während seiner Flugzeit im Sommer über Jahre hinweg auf denselben alpinen Matten zu finden. Eine Abnahme der Anzahl dieser Falter am jeweiligen Standort kann daher unmittelbar auf eine veränderte Umweltsituation bezogen werden.

Honigbiene

Apis mellifera

preview hoet 00040 apis mellifera honigbiene auf solidago giganteaDie Honigbiene wird heute allgemein zu den weltweit wichtigsten Nutztieren gezählt, denn sie erbringt nicht nur eine kaum abschätzbare Leistung bei der Bestäubung bzw. Befruchtung von Pflanzen, denn sie überträgt vor allem Pollen jeweils artgleicher Pflanzen. Dadurch wachsen mehr und bessere Früchte. Man schätzt, dass 80 Prozent der Obstbäume und ein großer Teil anderer Blütenpflanzen auf Bienen angewiesen sind. Eine besondere Eigenschaft haben die Beine der Biene. Dort befinden sich winzige Härchen, auf denen der Blütenstaub (Pollen) hängen bleibt und „Höschen“ bildet, dicke orangefarbene Gebilde. Das Foto zeigt übrigens eine Honigbiene auf dem Blütenstand einer Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) – mit bereits prall gefüllten Höschen.

Labyrinthspinne

Agelena labyrinthica

preview hoet 00003 agelena labyrinthica labyrinthspinneDie graubraune, bis 14 Millimeter große Labyrinthspinne wird zur Familie der Trichterspinnen gezählt und gehört zu den häufigsten heimischen Spinnenarten. An trockenen Orten mit niedriger, lockerer Vegetation wie Trockenrasen, Ödland und Wegrändern sind ihre dicht gewebten Trichternetze häufig zu finden. Die Spinne wartet meist hinter ihrem Netz in einem Schlupfwinkel auf ein Beutetier. Verfängt sich ein kleines Tier im Netz, wird es umgehend mit Spinnseide gefesselt und durch einen Giftbiss gelähmt, um dann später zum Verzehr in den Schlupfwinkel der Spinne gezogen zu werden.

Langhornbock

Monochamus sartor

preview hoet 00036 monochamus sartor langhornbockTypisch für die meisten Käfer ist, dass sie zwei unterschiedlich gestaltete Flügelpaare besitzen. Dabei sind die äußeren Flügel hart (chitinisiert) und müssen aufgeklappt werden, damit der Käfer die unteren, häutigen Flügel entfalten und mit ihrer Hilfe auffliegen kann. Das lässt sich bei einem großen Käfer wie dem Langhornbock besonders gut beobachten. Dieser Käfer lebt zerstreut – und leider immer seltener – in Nadelwäldern, im Alpenraum bis in den Bereich der Waldgrenze. Er fliegt an heißen Sommertagen. Sein weithin hörbares Fluggeräusch lässt an einen kleinen Hubschrauber denken, und wenn er landet, kann man den komplizierten Faltmechanismus seiner Flügel gut beobachten. Es dauert nämlich eine Weile, bis er seine Flügel wieder vollständig eingefaltet und zugeklappt hat.

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