Fleischfingerige Zitrone

Citrus sarcodactylis

preview hoep 00005 citrus sarcodactylis fleischfingerige zitroneDie Fleischfingerige Zitrone ist ein besonders merkwürdiger Vertreter der Zitrusfrüchte. Sie stammt höchstwahrscheinlich aus Nordwestindien, wo sie wegen ihres intensiven Aromas vielfältig genutzt wird und wo ihr vielleicht auch der Name „Buddhas Hand“ gegeben wurde. Das Fruchtfleisch ist allerdings nicht saftig wie bei anderen Zitrusarten, sondern von fester, etwas schwammiger Konsistenz.

Zwar gedeiht diese Zitrone am besten in Ländern mit subtropischem und mediterranem Klima, aber da sie vergleichsweise langsam wächst, kann sie auch als Kübelpflanze kultiviert werden.

Gewöhnliche Nachtkerze

Oenothera biennis

preview hoep 00018 oenothera biennis gewoehnliche nachtkerzeDie Gewöhnliche oder Gemeine Nachtkerze wächst häufig an Wegrändern, sonnigen Böschungen und auf Brachland. Der Name dieser zweijährigen Pflanze macht auf das besondere Blühverhalten aufmerksam: Die einzelnen Blüten, die ab etwa Juni erscheinen, öffnen sich erst am späten Nachmittag oder in der Abenddämmerung, und zwar in verblüffender Geschwindigkeit innerhalb weniger Minuten. Über Nacht bleiben diese Blüten dann weit geöffnet und locken vor allem Nachtschmetterlinge an. Sie verblühen meist in den ersten Stunden des darauffolgenden Tages, während sich bereits die nächsten Blütenknospen für das Aufblühen vorbereiten.

Die Nachtkerze lässt sich auch als alte Nutzpflanze ansehen. Alle Pflanzenteile sind essbar, und weil sich ihre Wurzeln beim Kochen rot färben, wird sie im Volksmund auch „Schinkenwurz“ genannt. Eine andere Verwendung findet die Pflanze in der Herstellung bestimmter Kosmetika.

Haselnuss

Corylus avellana

preview hoep 00008 corylus avellana haselnussHaselnüsse begleiten die menschliche Kulturgeschichte mindestens seit dem Ende der letzten großen Eiszeit. In der „Frühen Wärmezeit“ (7.700-5.700 v. Chr.) waren Haselnusssträucher in Europa so weit verbreitet, dass diese Zeit auch als „Haselzeit“ bezeichnet wird.

Die Pflanze ist seit jeher eng mit Ernährung, Brauchtum und Volksglauben verbunden und galt früher als wichtiges Fruchtbarkeitssymbol. So war früher in manchen alpenländischen Regionen die Überzeugung verbreitet, dass es nach einer reichen Haselnussernte besonders viele uneheliche Kinder gebe ...

Übrigens: Die hierzulande Ende September bis Mitte Oktober reifenden Haselnüsse sollten am besten durch ein Schütteln der Büsche geerntet werden, da gepflückte Nüsse leicht schrumpeln und sich auch nicht besonders gut lagern lassen.

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