Buchsblättrige Kreuzblume

Polygala chamaebuxus

preview hoep 00021 polygala chamaebuxus buchsblaettrige kreuzblumeZu den Charakterpflanzen von Trockenrasen und sonnenwarmen Waldrändern auf sandig-kiesigen Böden gehört eine kleine Pflanze, die während ihrer Blütezeit im Frühjahr und Frühsommer kaum zu übersehen ist: die Buchsblättrige Kreuzblume. Dieser immergrüne Bodendecker hat nämlich Blüten, die mindestens zweifarbig, oft sogar dreifarbig sind: weiß, gelb und rosaorange bis rötlichbraun.
Verbreitet wird diese Pflanze wie viele andere kleine Blütenpflanzen durch Ameisen, die zwar nur an den fetthaltigen Anhängseln (Elaiosomen) der Samen interessiert sind, dabei aber auch die Samen an immer wieder neue Standorte verfrachten.

Echte Kornelkirsche

Cornus mas

preview hoep 00007 cornus mas echte kornelkirscheDie Echte Kornelkirsche ist ein Gehölz mit einer beeindruckenden Geschichte und wurde bereits in der Antike als wertvolles Nutzholz geschätzt. Nach einem Bericht des griechischen Schriftstellers Pausanias war das Trojanische Pferd, dem Odysseus und seine Gefährten entstiegen, um Troja zu erobern, aus Kornelkirschenholz gezimmert. Auch der berühmte Bogen des Odysseus, den nur er spannen konnte, und die besten Wurfspeere der damaligen Zeit waren aus dieser Holzart gefertigt. Aber die kulturhistorischen Belege über die Verwendung der Pflanze reichen noch weiter zurück. In stein- und bronzezeitlichen Pfahlbauten in Italien und Österreich wurden häufig große Mengen von Kornelkirschkernen gefunden. Offenbar waren die Kornellen ein wichtiger Teil der damaligen Nahrung.

Für Kinder – und natürlich auch für uns Erwachsene – sind die reifen (!) Früchte nach wie vor ein angenehm säuerlich schmeckendes Wildobst, das nicht nur roh gegessen werden kann. Für die Marmeladenherstellung können die Kornelkirschen mit säurearmen Früchten wie Melonen, Birnen und Äpfeln gemischt werden. Gut eignen sie sich auch als Beilage zu Wildgerichten, wenn sie süßsauer gewürzt und in Weinessig eingelegt werden.

Erbse

Pisum sativum

preview hoep 00020 pisum sativum erbseErbsen werden vom Menschen bereits seit mindestens 10 000 Jahren angebaut. Die ältesten Funde stammen aus der Jungsteinzeit und sind etwa 8 000 Jahre alt. In dieser Zeit entstanden vermutlich auch die ersten Kulturformen, die mit dem Ackerbau nach Mitteleuropa gelangten und neben der Linse zum Hauptnahrungsmittel der Menschen wurden.

Wer mit Kindern gärtnern will, sollte auf Erbsen – am besten Zuckererbsen – nicht verzichten. Auf einem sonnigen Platz mit möglichst feinkrümeliger, nicht allzu nährstoffreicher und tiefgründiger Erde ist der Erfolg nahezu unvermeidlich.

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