Purpurweide

Salix purpurea

preview hoep 00026 salix purpurea blutweideWeiden gehören nicht nur zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit, sondern können besonders auch von Kindern vielfältig verwendet werden. Ihr robustes Wachstum, das starke Ausschlagvermögen zurückgeschnittener Gehölze und natürlich die Biegsamkeit der Zweige machen sie zu einem interessanten, natürlichen Bau- und Werkstoff.

Die Pflanzengattung Weide (Salix) umfasst weltweit rund 450 verschiedene Arten, die sich manchmal nur schwer voneinander unterscheiden lassen. Heimisch in Mitteleuropa sind immerhin etwa 40 Arten, die allerdings oft miteinander bastardieren, also natürliche Kreuzungen bilden. In der Praxis werden deshalb nur Wuchsgruppen unterschieden. Die Purpurweide (Salix purpurea), die ähnlich wie die Korbweide (Salix viminalis) auch zum Flechten genutzt werden kann, gehört dabei zu den so genannten „Baumweiden“, die bei regelmäßigem Schnitt der Neutriebe zu „Kopfweiden“ werden.

Rossminze

Mentha longifolia

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Wenn von einer Minze die Rede ist, denken wir unwillkürlich an die Pfefferminze. Dabei übersehen wir gleich zweierlei: Erstens gibt es rund 25 verschiedene Minze-Arten, von denen einige ebenfalls bemerkenswerte Aromapflanzen darstellen. Zweitens ist die so genannte Pfefferminze das Ergebnis einer Kreuzung und wird heute in zahlreichen Sorten kultiviert, die wiederum deutliche Unterschiede im Aroma besitzen können.

Die Rossminze ist eine der häufigsten wild wachsenden Minzen. Sie bevorzugt feuchte und eher nährstoffreiche Standorte und wächst gerne an verwilderten und sumpfigen Gräben, Teichufern und morastigen Wiesen. Sie riecht und schmeckt recht intensiv und kann wie die Pfefferminzen als Gewürz- und Teepflanze verwendet werden.

Sanddorn

Hippophae rhamnoides

preview hoep 00011 elaeagnus rhamnoides sanddornWild wachsend finden wir Sanddornsträucher in Europa heute nur in drei Gebieten: an den Küsten von Nord- und Ostsee, im Alpenraum sowie in den Karpaten und ihren Ausläufern. Diese Areale sind Überreste einer weit größeren Verbreitung nach der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren. Die nach und nach einsetzende Wiederbewaldung Europas drängte das lichthungrige und Rohboden liebende Gehölz in Küstenzonen und schroffe Gebirgslandschaften ab.

Dabei verdient das Gehölz vor allem aus zwei Gründen Beachtung: Aufgrund der wertvollen Inhaltsstoffe seiner Früchte (unter anderem weit mehr Vitamin C enthaltend als Zitronen!) gehört es zu den wichtigsten Wildobstarten und wird mittlerweile auch vermehrt im Erwerbsanbau kultiviert; außerdem spielen die Pflanzen heute in der Ingenieurbiologie eine bedeutende Rolle. Die Genügsamkeit der Pflanzen und ihr kräftiges Wurzelwerk („Rohbodenpionier“) machen sie nämlich in trockenen Regionen zu einer wirkungsvollen Waffe gegen Bodenerosion und Humusabbau.

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